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Energie und Kohlendioxidausstoß

Die Zuckerproduktion ist ein energieintensiver Prozess. Neben den Ausgaben für die Zuckerrüben ist der Energieverbrauch unser größter Kostenfaktor. Seit jeher setzen wir uns deshalb für die Reduzierung des Energieverbrauchs in unserem Unternehmen ein. Das erreichen wir, indem wir kontinuierlich die Effektivität unserer Produktionsprozesse verbessern und in neue und innovative Projekte investieren, die Energie einsparen.

nordzucker

Effiziente Energienutzung

Die meisten unserer Produktionsstätten verfügen über ihr eigenes hocheffizientes Kraftwerk. Unsere Fabriken erzeugen den Dampf und die Elektrizität, die sie für die Zuckerproduktion benötigen, selbst. In einigen Fällen generieren die Werke sogar überschüssige Elektrizität, die dann in das lokale Netz eingespeist wird.    

Die Kraftwerke – unsere Kesselanlagen – verbrennen fossile Energieträger (Öl, Gas oder Kohle), um den für die Zuckerproduktion erforderlichen Dampf und die benötigte Elektrizität zu erzeugen. Die Siedekessel geben Kohlendioxidemissionen und weitere Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid (SO2) und Stickstoffdioxid (NOx) in die Luft ab. Wir ergreifen Maßnahmen, um die von unseren Kesselanlagen verursachten Emissionen zu verringern. Dazu gehört, die verwendeten Energieträger soweit möglich durch umweltfreundlichere Alternativen auszutauschen. Weitere Informationen über die Emissionen von Kesselanlagen anzeigen. 

Derzeit versuchen wir, den Kohlendioxidausstoß unserer Kesselanlagen weiter zu verringern, indem wir bivalente Betriebssysteme installieren, sobald ein bestehender Siedekessel überholt werden muss oder der Austausch eines Kessels erforderlich ist. Die bivalenten Betriebssysteme verwenden entweder Erdgas oder Öl. Erdgas verursacht geringere CO2-Emissionen als beispielsweise Öl oder Kohle. Diese Systeme sind bereits in allen unseren deutschen Werken im Einsatz, in denen Erdgas als Energieträger genutzt wird.  

Darüber hinaus konnten wir in den vergangenen Jahren unsere Biogasproduktion aus unseren anaeroben Abwasserreinigungsanlagen optimieren. Das so gewonnene Biogas kann in den Kesselanlagen verbrannt werden, wodurch die CO2-Emissionen in einigen Werken um bis zu fünf Prozent gesenkt wurden.

Dampftrockner

Bereits rund 55 Prozent der Nordzucker-Werke, die Rübenschnitzel trocknen, setzen hierfür moderne Dampftrockner ein. Die Wiederverwendung des während der Zuckerproduktionsprozesse erzeugten Dampfes dieser Trockner spart Energie. Für einen geschlossenen Kreislauf wird der im Verlauf der Trocknung generierte Dampf wieder in der Zuckerproduktion verwendet.  

In Nakskov in Dänemark installierten wir bereits 2012/13 einen solchen Dampftrockner und während der Produktionskampagne im Jahr 2014 wurde ein ähnlicher Dampftrockner in unserem Werk in Örtofta in Schweden aufgestellt.

Weitere Initiativen zur Energieeinsparung

Ein weiteres Beispiel für unsere jüngsten Projekte zur Energieeinsparung ist die sechsstufige Verdampfungsanlage in Säkylä in Finnland. In dieser Anlage wird der Zuckersaft in einem mehrstufigen Verdampfungsprozess konzentriert. Das im ersten Schritt verdampfte Wasser dient dabei als Wärmequelle für den nächsten Verdampfungsschritt. Je mehr Schritte der Verdampfungsprozess umfasst, desto energieeffizienter ist der gesamte Prozess. So konnten wir durch die sechsstufige Anlage bereits 5.000 Tonnen an CO2 pro Jahr einsparen.

In Polen haben wir unser Verdampfungssystem durch diesen sechsstufigen Prozess erweitert und in einen neuen Wärmetauscher investiert. Diese beiden Maßnahmen sorgen zusammengenommen für CO2-Einsparungen von rund 6.000 Tonnen pro Jahr.

Auswirkung

Seit 2010 ist unser Energieverbrauch auf 82 Prozent gesunken (Index 2010 = 100 Prozent). 2015 war ein außergewöhnliches Jahr, weil wir die Zuckerproduktion aufgrund der Marktsituation um etwa ein Drittel gesenkt hatten. Daher ist der Energie-Index gestiegen.

Auswirkungen auf den Energieverbrauch

Im Jahr 2010 hatten wir uns das Ziel gesetzt, den Gesamtenergieverbrauch je Tonne produziertem Zucker bis 2020 um 45 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu reduzieren. Dieses Ziel haben wir bereits im Jahr 2013 erreicht. Daher haben wir 2015 unsere Energie- und CO2-Strategie überprüft und ein neues ambitioniertes Ziel zur Senkung des Energieverbrauchs bis 2020 festgelegt.

2016 haben wir neue und ambitionierte Energie- und Emissionsreduktionsziele für 2020 festgelegt. Unser Ziel für 2020 ist es, unseren Energieverbrauch um 10 Prozent pro Tonne Weißzucker im Vergleich zu 2014 zu senken. Dies sind 50 Prozent im Vergleich im 1990. Unsere CO2-Emissionen wollen wir pro Tonne Weißzucker um 10 Prozent im Vergleich zu 2014 senken. Dies sind 68 Prozent im Vergleich zu 1990. Zudem wollen wir die Treibhausgas-Emissionen im Rübenanbau und der Rübenlogistik innerhalb des Projekts 20.20.20 senken.

Die Installation des Dampftrockners in Nakskov sorgt bereits heute tagtäglich für Einsparungen von 160 Tonnen Kohle und senkt unsere CO2-Emissionen damit um 50.000 Tonnen Kohlendioxid jährlich. Die jährlichen Einsparungen durch den Einsatz des Dampftrockners in Örtofta in Schweden werden auf rund 130 GWh geschätzt. Wir gehen daher von einer Verringerung der CO2-Emissionen von 27.000 Tonnen jährlich aus.

* Aufgrund der natürlichen Schwankungen des Zuckergehalts, der sich auf die für die Extraktion benötige Energiemenge auswirkt, wurde unser Energiesparziel normiert, wobei ein Zuckergehalt von 17,5 Prozent für alle in der Nordzucker Region angebauten Rüben zugrunde gelegt wurde.

Auswirkungen auf den Kohlendioxidausstoß

Es ist unser Ziel, unsere gesamten CO2-Emissionen pro Tonne Zucker um 65 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu senken. Das nebenstehende Diagramm zeigt unsere Fortschritte bei der Erreichung dieses Ziels seit dem Jahr 2010.

Gemäß unserer Zielvorgabe ist bis 2020 eine Reduzierung unserer CO2-Emissionen auf 380 Kilogramm pro Tonne Zucker erforderlich. Ende 2014 wurden 397 Kilogramm Kohlendioxid pro Tonne Zucker ausgestoßen. Um unser Ziel zu erreichen, müssen wir also unsere Emissionen um weitere vier Prozent von diesem Niveau senken.

2015 war ein außergewöhnliches Jahr, weil wir die Zuckerproduktion aufgrund der Marktsituation um etwa ein Drittel gesenkt hatten. Daher sind ist der CO2-Austoß gestiegen.

2016 haben wir neue  und ambitionierte Energie- und Emissionsreduktionsziele für 2020 festgelegt. Unser Ziel für 2020 ist es, unseren Energieverbrauch um 10 Prozent pro Tonne Weißzucker im Vergleich zu 2014 zu senken. Zudem wollen wir die Treibhausgas-Emissionen im Rübenanbau und der Rübenlogistik innerhalb des Projekts 20.20.20 senken. Mit stabilen und hohen Erträgen werden die Treibhausgas-Emissionen sinken.

* Wir definieren die gesamten CO2-Emissionen als eine Kombination aus dem Kohlendioxid aus direkten Emissionsquellen (Verbrennung in unseren eigenen Kraftwerken) und dem CO2 aus indirekten Quellen (Elektrizität, Wärme und Dampf aus Fremdbezug).