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Beschaffung von Rohrzucker

Rohrzucker macht weniger als fünf Prozent der von uns verwendeten Rohstoffe aus. Wir importieren überwiegend Rohrohrzucker für die Raffination, Bio-Rohrzucker und einige spezielle Zuckerarten, die auf Zuckerrohr basieren. Wir beziehen unseren gesamten Rohrzucker aus einem Netzwerk von externen Lieferanten. Es ist unser Ziel, dass der gesamte von uns verwendete Rohrzucker nach denselben Nachhaltigkeitsstandards erzeugt wird, die wir auch bei den Zuckerrüben erwarten.

Herausforderungen für die Nachhaltigkeit

Der Großteil des Rohrzuckers, den wir auf den globalen Märkten beschaffen, stammt aus Südamerika und Afrika. Auf diesen Kontinenten treten Verstöße gegen die Arbeitnehmer- und die Menschenrechte in der Landwirtschaft häufiger auf als in der EU. In Kombination mit der Komplexität der Lieferkette und der großen Distanzen ist es deutlich herausfordernder, in der Rohrzuckerproduktion die gleichen hohen Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen wie bei der Produktion aus Zuckerrüben.

Bei dem Rohrzucker, den wir beziehen, beginnt unser Nachhaltigkeitsansatz mit der Ermittlung der spezifischen Herausforderungen. Basierend auf unserem Verhaltenskodex für die Zulieferer legen wir entsprechend die Anforderungen und Erwartungen an unsere Lieferanten fest. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird durch risikobasierte Audits überprüft.

Import von Rohrohrzucker

Bei über 90 Prozent des von uns importierten Rohrzuckers handelt es sich um Rohzuckerrohr, aus dem wir durch Raffination Weißzucker herstellen. Der Rohrohrzucker, den wir als Massengut beschaffen, wird von großen Verladeterminals aus exportiert, in denen die Lieferungen mehrerer Zuckermühlen vermischt werden. Dadurch kann der Zucker nicht zu einzelnen Mühlen zurückverfolgt werden.

In diesem Fall führen wir Zufallskontrollen bei den uns beliefernden Zuckermühlen und den Verladeterminals durch. Wir kaufen Rohrzucker nur dann, wenn wir die liefernden Zuckermühlen auch kontrollieren dürfen. Neue Lieferanten, mit denen wir kontinuierlich zusammenarbeiten möchten, werden im Regelfall vorab einem Audit unterzogen. Auf Basis der Audit-Ergebnisse verpflichten wir die Lieferanten zur Sicherstellung unserer Erwartungen für alle ihre Lieferungen.

Importe für den direkten Verbrauch

Weniger als zehn Prozent des von uns importierten Rohrzuckers ist für den direkten Verbrauch bestimmt. Bei diesem in Säcken angelieferten Zucker, der zu den jeweiligen Mühlen zurückverfolgt werden kann, prüfen wir sowohl die liefernde Zuckermühle als auch die landwirtschaftlichen Betriebe, die das Zuckerrohr anbauen.

Auditumfang

Unsere Lieferantenaudits umfassen die Bereiche Lebensmittelsicherheit und -qualität, soziale Verantwortung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie Umweltfragen. Bei Nichteinhaltung stoppen wir entweder die Lieferungen oder verlangen Verbesserungen – je nachdem, inwieweit unseren Anforderungen nicht entsprochen wird. Wenn wir von einem Lieferanten Maßnahmen zur Beseitigung der Schwachstellen fordern, verfolgen wir deren Umsetzung. So wollen wir sicherstellen, dass der gewünschte Standard erreicht wird. Wenn ein Lieferant unseren Forderungen nicht nachkommt, besteht die Möglichkeit, die künftige Zusammenarbeit zu beenden.

Auswirkung

 

In den vergangenen drei Jahren haben wir Audits bei 13 Zuckerrohrmühlen in Südamerika und Afrika, bei einem Joint-Venture-Partner in Asien sowie bei sechs Hafenterminals durchgeführt. In allen Fällen war das Ergebnis die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Bei der Feststellung von Abweichungen wurden jeweils Verbesserungen gefordert.